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Humanitäres Zentrum „Ramirez Moreno“ in Santiago de Cuba

In diesem Beitrag findest du die Projektbeschreibung und weiter unten den aktuellen Erfahrungsbericht von Bettina von Juli 2026!

Worum geht es?
Kuba ist ein stark gebeuteltes Land. Seit Jahren leben viele Menschen unter dem Existenzminimum. Ende 2025 verschärfte der Hurricane Melissa die Situation dramatisch: Besonders im Südosten Kubas – in den Regionen Granma, Santiago de Cuba, Guantánamo, Holguín und Las Tunas – richtete er massive Schäden an.

Die geopolitische Lage spitzt sich immer weiter zu und das US-Embargo wurde ausgeweitet, sodass es den Menschen immer mehr am Nötigsten fehlt. In dieser unsicheren Lage brauchen die Menschen in Kuba mehr denn je Unterstützung von Außen.

In Santiago de Cuba gibt es seit vielen Jahren einen besonderen Ort der Hilfe und Begegnung: das Humanitäre Zentrum „Ramírez Moreno“. Es wurde von Mileyvis Ramírez Moreno ins Leben gerufen und in ihrem eigenen Wohnhaus eingerichtet. Doch auch dieses Haus wurde durch den Hurricane schwer beschädigt.

Kai und Bettina waren beide bereits vor Ort und kennen das Projekt gut. Im Dezember 2025 konnte sich Bettina selbst ein Bild von den schweren Zerstörungen am Haus machen – und zugleich von der allgemeinen Lebenssituation der Menschen in Kuba. Viele leben weit unter der Armutsgrenze: Eine pensionierte Person, die ihr ganzes Leben gearbeitet hat, erhält monatlich umgerechnet nur etwa 6 Euro Rente. Ein Liter Speiseöl kostet rund 1 Euro. Das Einkommen reicht schlicht nicht aus, um sich ausreichend zu ernähren.

Wofür sammeln wir Spenden?
Ziel dieser Spendenaktion ist es, das bestehende Humanitäre Zentrum zu renovieren und wieder voll nutzbar zu machen, damit die wichtige Arbeit fortgesetzt und ausgebaut werden kann.
Für die notwendigen Renovierungsarbeiten und den Neustart der Projekte werden ca. 12.000 Euro benötigt. Jeder Euro hilft uns, diesem Ziel näherzukommen. Schon mit einer deutlichen kleineren Summe können wir die Reparaturen beginnen und Stück für Stück das humanitäre Zentrum auszubauen. Bisher konnten wir bereits 3942€ sammeln.

Alternativ kannst du auch per TWINT an Bettina spenden unter Angabe der Nummer +41 (0) 7650 55527.
Wichtiger Hinweis: In diesem Fall kann keine Bescheinigung ausgestellt werden, sondern nur bei Spende über den Spendenbutton.

Was leistet das Humanitäre Zentrum?
Das Zentrum fungiert seit vielen Jahren als offener Treffpunkt und Ort der Unterstützung für die Bevölkerung. Dort fanden und finden unter anderem statt:

  • Kostenlose Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen
  • Yoga- und Meditationskurse
  • Unentgeltliche Hilfe für Menschen in prekären Lebenssituationen

Viele Menschen erhielten Unterstützung in Form von Lebensmitteln, Kleidung oder persönlicher Hilfe. Mileyvis und ihre Familie halfen zudem immer wieder dabei, Häuser anderer Familien zu renovieren, wenn diese in einem schlechten Zustand waren.

Wie soll es weitergehen?
Mit Ihrer Unterstützung sollen die Schäden des Hurricanes beseitigt und das Zentrum so ausgebaut werden, dass wieder gemeinnützige Projekte umgesetzt und direkte Hilfe geleistet werden kann.

Geplante Ideen sind unter anderem:

  • ein wöchentlicher Mittagstisch für Menschen mit geringem Einkommen
  • neue Kurse und Workshops, geleitet von spezialisierten Fachpersonen (als Gegenleistung erhalten diese Kost und Logis)

Vielen Dank 💛

Jede Spende – egal in welcher Höhe – hilft dabei, Hoffnung, Begegnung und konkrete Unterstützung zurück nach Santiago de Cuba zu bringen. Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Kuba Erfahrungsbericht, 18.07.2026

Liebe Freunde, lieber Spenderinnen, liebe Menschen

Im Juni 2026 war ich in Santiago de Cuba vor Ort und habe das Spendengeld persönlich überbracht. An dieser Stelle möchten wir uns von ganzem Herzen für Eure Gabe bedanken. Mit Eurer Hilfe ist es möglich, wichtige Zeichen zu setzen.

Was habe ich vorgefunden?
Die Armut im ganzen Land ist offensichtlich und verschlimmert sich weiter. Täglich bin ich von Menschen auf der Strasse angesprochen worden, ob ich helfen kann. Die Infrastruktur bröckelt an jeglichen Stellen: tägliche Stromausfälle, sehr eingeschränkte Transportmittel, Abfallberge in den Strassen, mangelhafte Hygiene, eingeschränkter Zugang zu Nahrungsmitteln, Zensur, Inflation und sehr eingeschränkter Zugang zu Geld. Ich könnte die Liste endlos weiterführen und mit Beispielen untermauern. Doch ich möchte den Fokus auf das Projekt und die weiteren Schritte setzen.

Was ist der konkrete Plan?
Das Spendengeld wird Schritt für Schritt eingesetzt. Die Arbeiten verlaufen auf langsame, aber kontinuierliche Art und Weise. Grund für diese Herangehensweise sind oben genannte Herausforderungen.  Die Arbeiten werden auch ohne meine Anwesenheit vom Projektteam vor Ort in Santiago, weitergeführt.

Bisher erfolgte Schritte:

  • Haus: Das Dach des „Casa de Humanidad“ wurde repariert, die undichten Stellen wurden behoben, sodass es im Innern nun trocken bleibt.
  • Equipment: Anschaffung von Ecoflow und Solarpanel: Die Stromausfälle beeinträchtigen den Alltag auf intensive Weise: Ohne Strom können alltägliche Aufgaben nicht oder sehr erschwert bewältigt werden. Die Investition des Equipments erlaubt es, auch während Stromausfällen handlungsfähig zu blieben.
  • Soforthilfe: Ausgewählten, vulnerablen Personen, die keinen Zugang zu Nahrungsmittel haben, wurden Essenspakete ausgeliefert. Diese Pakete umfassten: 1 kg Reis, 1 kg Bohnen, 500g Spaghetti, 1l Öl, 30 Eier, 250ml Kondensmilch und eine Portion Fleisch.